La bella addormentata

La bella addormentata nel bosco – so heisst das bei uns als Dornröschen bekannte Märchen auf Italienisch. Die Märchen der Brüder Grimm wurden zwar in den deutschsprachigen Gebieten Europas gesammelt, stammen aber zum Teil aus Überlieferungen aus anderen Sprachen. Dornröschen geht zurück auf eine französische Erzählung: La belle au bois dormant (Die schlafende Schöne im Wald) und ist im italiensichen Sprachraum unter dem Titel La bella addormentata nel bosco weit verbreitet.

Aus Freude über die Geburt einer lang ersehnten Tochter lädt ein König zur Taufe auch alle weisen Frauen seines Landes ein. Alle? – Nicht ganz, denn an seiner Tafel haben nur zwölf Feen Platz. Die dreizehnte darf nicht mitfeiern. Diese belegt das Mädchen mit einem Fluch, dass es sich an ihrem fünfzehnten Geburtstag an einer Spindel stechen und daran sterben solle. Um das Schicksal zu mildern, wandelt eine der anwesenden Feen den Todesfluch in einen hundertjährigen Schlaf um, woraufhin der König alle Spindeln im Königreich verbrennen lässt.
Doch just an ihrem fünfzehntem Geburtstag erkundet die Prinzessin ein Turmzimmer, wo es eine alte Frau beim Spinnen entdeck und sticht sich wie verheissen mit der Spindel in den Finger. Hofstaat und Prinzessin verfallen nun in einen hundertjährigen Schlaf, das Schloss wird von einer Dornenhecke bewachsen, die sich nach hundert Jahren in Rosen verwandeln. An diesem Tag gelingt es dann auch einem Prinzen die  Königstochter wachzuküssen und damit auch den Hofstaats aus dem Schlaf zu erwecken.

Die Geschichte um die Königstochter und ihren hundertjährigen Schlaf kann hier gehört werden. Diana Distefano erzählt sie in ihrer Muttersprache Italienisch.  (4:52 Minuten)

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